Brauereimitarbeiter helfen Hopfenbauern

von Conrad Seidl 26/03/2020
Nachrichten
Brauereimitarbeiter helfen Hopfenbauern

München - Bayerns Hopfenbauern leiden - wie viele andere agrarische Betriebe - derzeit darunter, dass Saisonarbeitskräfte bedingt durch die Corona-Krise nicht über die Grenzen reisen dürfen oder wollen. "Polen braucht selber Ernethelfer", titelte etwa die Agrarzeitung am 26. März.

Das Branchen-Fachmagazin Brauwelt berichtet nun, dass der Bayerische Brauerbund seine Mitglieder dazu aufgerufen hat, Mitarbeiter abzustellen, die den Hopfenbauern bei den nun dringend notwendigen Arbeiten im Hopfengarten helfen sollen. "Nun liegt uns Brauern jedoch die Rettung der Hopfenernte mehr am Herzen als die Ernten von Spargel oder Erdbeeren. Die IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH hat deshalb eine gezielte Aktion gestartet, die der Bayerische Brauerbund gerne unterstützt", heißt es in einem Aufruf des Brauerbundes: "Wir würden uns freuen, wenn viele Brauereimitarbeiter, die nun durch Freistellung, Auffüllung des Kurzarbeitsgeldes oder durch Resturlaub die Möglichkeit haben, den Hopfenpflanzern wertvolle Hilfe zu leisten, diesem Aufruf nachkommen. Wir sind uns sicher, dass die direkte Hilfe aus der Branche ganz nebenbei auch das Wissen über den Rohstoff Hopfen erweitert und die Bindung an die Rohstoffproduzenten und Hopfenvermarkter aus der Hallertau stärkt."

Unter dem Motto „Pack ma‘s – jede Hilfe zählt“ ruft die IGN (www.ign-hopfen.de) insbesondere Mitarbeiter aus Brauereien und Auszubildende im Beruf Brauer(in) und Mälzer(in) dazu auf, ab Mitte April bei den anstehenden Ausputz- und Anleitearbeiten in den Hopfengärten zu helfen. Für die wichtige Hilfe bei den Hopfenpflanzern, die natürlich mit adäquater Bezahlung und der sprichwörtlichen guten Hallertauer Verpflegung entlohnt wird, bietet das Angebot die Möglichkeit, den Hopfen als einen unserer wichtigsten Bierrohstoffe näher kennenzulernen. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt auf den Betrieben zu übernachten. Kontakt: per E-Mail an  oder telefonisch unter +49 8442/962030.