Brauwirtschaft pilgert zur BrauBeviale nach Nürnberg

von Conrad Seidl 30/10/2026
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Brauwirtschaft pilgert zur BrauBeviale nach Nürnberg

Nürnberg - Die Brauwirtschaft reist vom 10. bis 12. November zur BrauBeviale nach Nürnberg. In acht Hallen führt das Angebot von Rohstoffen über die Produktion bis zur Abfüllung und Verpackung. Unter dem Leitthema „Time for Opportunities“ geht es um die Frage, wie Getränkehersteller ihre Betriebe verändern können, ohne die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren.

Die Zulieferer setzen dabei nicht allein auf neue Anlagen. GEA rückt die bessere Nutzung vorhandener Brauereien in den Mittelpunkt. Untersucht werden Energieflüsse, Nachrüstungen im Sudhaus und Möglichkeiten einer flexibleren Produktion. Auch die Reinigung wird zur Kapazitätsfrage: Wo Tanks weniger lange für Reinigung und Desinfektion ausfallen, stehen sie früher wieder für das nächste Bier zur Verfügung. Die vom Unternehmen vorgestellten Einsparungen sind allerdings Modell- und Herstellerangaben; ihre Übertragbarkeit muss jeder Betrieb prüfen.

Das Rahmenprogramm greift diese Fragen auf. Auf der Hauptbühne sind Beiträge zur Elektrifizierung der Wärmeversorgung, zur Energie- und Ressourceneffizienz sowie zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz vorgesehen. Daneben stehen der Fassbierausschank alkoholfreier Biere und die Herstellung malzbasierter Limonaden auf dem Programm. Im „Brewery 2030+ Forum“ sollen Fachleute über die künftige Gestaltung von Brauereien diskutieren. Die Discovery Bar verbindet Verkostungen mit Workshops zur Produktentwicklung und Vermarktung.

Zum Branchentreffen gehören auch die Gespräche außerhalb des Fachprogramms. Für den Abend des ersten Messetages, den 10. November, kündigt der Veranstalter eine Veranstaltung in der Nürnberger Innenstadt an. Am 11. November folgt die Preisverleihung des European Beer Star. Während diese für Messebesucher frei zugänglich ist, richtet sich die anschließende „Nacht der Sieger“ an die ausgezeichneten Brauereien und eingeladene Branchenvertreter. Dort werden die prämierten Biere ausgeschenkt. 

Für einen Teil der Besucher endet die Reise nicht mit dem Messeschluss. Mehrere Zulieferer aus Franken - etwa der Brauereianlagenbauer Kaspar Schulz in Bamberg - laden traditionell an den Tagen nach der Messe Kunden, Partner und Branchenvertreter  zu eigenen Veranstaltungen ein. Solche Treffen sollen Gespräche mit Einblicken in Technik und Fertigung verbinden. Kaspar Schulz verzichtet zugleich auf einen eigenen Stand in Nürnberg. 

https://www.braubeviale.com/de-DE/programm/