Die größten Braukonzerne sind deutlich geschrumpft

von Conrad Seidl 17/06/2026
Nachrichten
Die größten Braukonzerne sind deutlich geschrumpft

Nürnberg - Die Liste der 40 größten Brauereiunternehmen der Welt weist eine markante Schrumpfung auf: Der Ausstoß dieser Konzernbrauereien ist im Jahr 2025 um 3,1 Prozent gesunken - das sind 50,29 Millionen Hektoliter, was mehr als dem Sechsfachen des österreichischen Bierkonsums entspricht. Das geht aus den am Mittwoch vorab veröffentlichten Zahlen des BarthHaas-Reports für das vorige Braujahr hervor, mit dem der weltgrößte Hopfenspezialist jährlich einen Überblick über globale Entwicklungen auf dem Bier- und Hopfenmarkt gibt. Der komplette Bericht wird am 21. Juli erscheinen.

Die jetzt vorliegenden Zahlen bedeuten wenig Gutes. So zeigt sich, dass einige Brauereigruppen zweistellige Prozent-Verluste eingefahren haben - darunter die türkische Efes-Group, die russischen Baltika-Brauereien, die brasilianische Grupo Petropolis, Beer Thai (Chang) und die Bitburger Brauereigruppe aus Deutschland.

Die mengenmäßig größten Ausstoßrückgänge verzeichneten die Weltmarktführer ABInbev (minus 12,16 Millionen hl auf 484,19 Millionen hl) und Heineken (minus 5,05 Millionen hl auf 235,65 Millionen hl). 

"Damit setzt sich ein rückläufiger Trend fort, der bereits in den beiden Vorjahren spürbar war. Immer stärker zwingt der schwierige Markt die Hersteller, sich um alternative Geschäftsfelder zu bemühen. So stehen alkoholfreie und - reduzierte Biere und auch die Diversifizierung in angrenzende Getränkekategorien weiterhin bei allen bedeutenden Brauereigruppen auf der strategischen Agenda", heißt es in einer Presseaussendung des Hopfenhandelshauses. 

Auch wenn die beiden größten Konzerne ABInbev und Heineken weniger Bier verkaufen konnten, bleiben sie gemeinsam mit dem drittgrößten Brauer China Resources Snow Breweries (110,30 Millionen hl) für mehr als die Hälfte des weltweiten Bierverkaufs verantwortlich. China Resources Snow Breweries konnten ihren Ausstoß sogar leicht steigern (plus 1,4 Prozent), ebenso ihre Landsleute von Pearl River und Yanjing, das sogar ein 15-prozentiges Plus vermelden konnte.