Wien - St. Patrick’s Day ist in Österreich längst mehr als bloß ein Termin im internationalen Festkalender. In Wien, Graz und anderen Städten laufen wenige Wochen vor dem 17. März 2026 die Planungen in Irish Pubs, Veranstaltungszentren und bei der irischen Diplomatie an, die an Erfahrungen aus den vergangenen Jahren anknüpfen. Neben traditionellen Elementen wie irischer Live-Musik, Tanzaufführungen und der Farbe Grün setzen viele Akteure auf bewährte Formate und eine Mischung aus Touristen, in Österreich lebenden Iren und einheimischem Stammpublikum.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr erneut Wien, wo die irische Botschaft die zentrale Parade vorbereitet. „St. Patrick’s Day 2026 is now only a few weeks away, and we can already confirm that Vienna’s 2026 St. Patrick’s Day parade will take place on Saturday 14 March from 12:15. We’ll march on the usual route (Freyung to Burgtheater via Michaelerplatz), and it would be great to have a big turnout again this year. Keep an eye on the embassy’s channels for further information on further Patrick’s Day events in the coming weeks“, heißt es in einer Ankündigung der Vertretung. Die Route orientiert sich an den Vorjahren, als der Zug vom Schottenstift auf der Freyung über die Herrengasse und den Michaelerplatz bis zum Burgtheater führte und entlang der Strecke Musikgruppen, Tanzformationen und Vereine auftraten.
Hochsaison für Irish Pubs
Für viele Pubs in der Hauptstadt ist St. Patrick’s Day ein Fixpunkt im Jahreslauf, auf den mit gesonderten Programmen und längeren Öffnungszeiten reagiert wird. Das Charlie P’s im neunten Bezirk nutzte in den vergangenen Jahren das Wochenende rund um den 17. März für Themenabende mit irischen Speisen, grün eingefärbtem Bier, Übertragungen des Six-Nations-Rugby-Turniers und DJ-Programmen bis in die Nacht. Andere Lokale wie The Long Hall in der Josefstadt warben mit Dekoration in Grün, irischem Bier von Guinness bis Kilkenny und klassischen Gerichten wie Irish Stew, während sie zugleich als Gastronomiepartner der Parade auftraten und den Besucherstrom vor und nach dem Umzug aufnahmen. Kleinere Häuser wie Bogside Inn oder Bockshorn Irish Pub setzten in den vergangenen Jahren auf Live-Musik, Hutaktionen für frühe Gäste und dichtes Programm am Vorabend sowie am eigentlichen Feiertag.
Auch jenseits der Innenstadt finden sich laut Veranstaltungsankündigungen Programmpunkte. Kulturveranstalter wie das Orpheum organisierten wiederholt „St. Patrick’s Night“-Abende. Am Wochenende 14. und 15. März gibt es irische Folk-Musik mit "Paddy's Return" und Tanzgruppen, darunter die Shamrock Dance Company Vienna, um dem Festtag einen bühnenorientierten Rahmen zu geben. Medienlisten zu den besten Irish Pubs der Stadt verweisen zudem auf die Vielfalt der Szene – von klassischen Whiskey-Bars bis zu Lokalen mit Schwerpunkt auf Live-Musik – und tragen so dazu bei, dass Gäste ihre Route am 17. März gezielt planen.
In diesem Umfeld bereiten sich die Betreiber auf 2026 vor, indem sie an den bekannten Mustern festhalten und gleichzeitig mit neuen Details experimentieren. Viele Häuser planen wieder Irish-Food-Specials, Aktionen mit grünen Getränken, Übertragungen von Sportereignissen und verlängerte Öffnungszeiten rund um das Festwochenende. Die Parade fungiert dabei als Dreh- und Angelpunkt: Sie lenkt Besucher in die Innenstadt, von wo aus sie sich in die umliegenden Lokale verteilen, die mit eigenen Aktionen an das Motiv des irischen Nationalfeiertags anknüpfen. Für 2026 deutet sich so ein Szenario an, in dem österreichische Großstädte den St. Patrick’s Day erneut als Gelegenheit nutzen, irische Kultur sichtbarer zu machen und zugleich die Attraktivität der lokalen Gastronomie im vorfrühlingshaften Stadtbild zu unterstreichen.