Hofstettner Saphir

Flaschenbier
Hofstettner Saphir
Landbrauhaus Hofstetten, St. Martin
Peter Krammer

Es ist bei den meisten Bieren ein Qualitätsmerkmal, dass sie immer gleich schmecken und nicht von Jahrgang zu Jahrgang, von Sud zu Sud, oder gar von Flasche zu Flasche unterschiedlich schmecken. Um die Erwartungen der Konsumenten nicht zu enttäuschen, werden die Rezepte immer wieder an neue Gegebenheiten wie witterungsbedingte Qualitätsschwankungen der Rohstoffe oder neue technische Entwicklungen angepasst, um die Qualität des fertigen Bieres auf dem gewohnten hohen Standard zu halten. Zehn Jahre lang hat das Peter Krammer vom Landbrauhaus Hofstetten mit seinem Saphir-Bock so gehalten: Dieses intensiv mit der seinerzeit relativ neuen, 2002 vom Hopfenforschungszentrum im bayerischen Hüll vorgestellten, Hopfensorte Saphir gehopfte Starkbier wurde zum Klassiker und war auch im US-Export erfolgreich. Jetzt aber hat sich der Brauer entschlossen, die Rezeptur zu ändern, um den Alkoholgehalt auf leichter trinkbare 6,5 Prozent zu senken. Das hat dem Bier nicht geschadet, im Gegenteil: Orangefarbig und deutlich trüb liegt es unter einem dichten weißen Schaum im Glas, es duftet nach Mandarine, schmeckt deutlich leichter als der Bock, aber immer noch kräftig mit leichter Süße, der Hopfengeschmack kommt von der achtwöchigen Kalthopfung im Lagerkeller, das Bier ist also insgesamt nicht allzu bitter.  

Lagerbier, hopfengestopft