Kristina und Helmut Berger führen eines jener raren Gasthäuser, die die heikle Balance zwischen Musealisierung der alten Wirtshauskultur und dem Anspruch eines Spitzenrestaurants hinbekommen: Eine alte Schank, Vorhänge mit historischen Mustern, Dutzendweise Jagdtrophäen, an und ab ein Barockengerl, eine Kuckuksuhr, ein Relief, das als ältestes Materl Oberösterreichs gilt. Natürlich auch ein Herrgottswinkel. Dann einige alte Gösser-Werbungen - etwa mit dem Spruch "Was ein Rossmarkt ohne Rösser - ist ein Wirtshaus ohne Gösser." Andererseits: Es gibt hier kein Gösser, dafür aber Speisen, die Helmut auf einem mit Holz befeuerten Herd kocht. Und im Oktober wird "Ban Berger" ein Oktoberfest mit Musik, Weißwurst und Weißbier gefeiert.